Aussichtspunkt

Rheinturm

Rheinturm
Stromstraße 20, 40221 Düsseldorf, Deutschland Webseite Tickets
Inhalt

Kaum ein Bauwerk prägt die Skyline von Düsseldorf so unverwechselbar wie der Rheinturm. Mit seiner schlanken, nach oben hin leicht verjüngten Silhouette steht der Fernmeldeturm seit über vier Jahrzehnten am Ufer des Rheins im Medienhafen und ist mit 240,5 Metern das höchste Bauwerk der Stadt. Wer Düsseldorf von oben erleben möchte, kommt an diesem Turm kaum vorbei: Die Aussichtsplattform in 168 Metern Höhe eröffnet einen freien Rundumblick, der an klaren Tagen weit über die Stadtgrenzen hinaus bis in die Nachbarstädte des Rheinlands reicht. Unten am Fuß des Turms liegt der Medienhafen mit seiner markanten Architektur, während sich der Rhein in großen Schleifen durch das Stadtbild zieht. Der Rheinturm ist damit nicht nur ein technisches Bauwerk der Deutschen Telekom, sondern längst zu einem der beliebtesten Ausflugsziele und Fotomotive der Landeshauptstadt geworden. Besonders zur blauen Stunde, wenn die Lichter der Stadt und der Brücken angehen, entfaltet der Ausblick von der Plattform seine volle Wirkung und zieht sowohl Erstbesucher als auch Düsseldorfer selbst immer wieder an.

Geschichte des Rheinturms

Der Bau des Rheinturms begann im Januar 1979 nach Plänen des Architekten Harald Deilmann und wurde im Dezember 1981 fertiggestellt. Die offizielle Einweihung erfolgte am 1. März 1982, seither dient der Turm als zentraler Übertragungsstandort für Rundfunk-, UKW- und Fernsehsignale im Raum Düsseldorf. Für seine Konstruktion wurden rund 7.500 Kubikmeter Beton verarbeitet, das Gesamtgewicht des Turms wird auf etwa 22.500 Tonnen geschätzt - eine imposante Zahl, die verdeutlicht, welch massives Fundament nötig ist, um ein derart hohes und schlankes Bauwerk dauerhaft stabil zu halten. Ursprünglich erreichte der Turm eine Höhe von rund 234,2 Metern. Im Oktober 2004 wurde auf der Turmspitze eine zusätzliche DVB-T-Antenne installiert, wodurch sich die Gesamthöhe auf die heutigen 240,5 Meter erhöhte. Damit zählt der Rheinturm nicht nur zu den höchsten Bauwerken Deutschlands, sondern wird auch regelmäßig in Listen der höchsten Fernsehtürme Europas genannt. Besondere Berühmtheit erlangte der Turm durch seine ungewöhnliche Beleuchtung, die "Lichtzeitpegel" genannt wird. Der Lichtkünstler Horst H. Baumann entwarf dieses Konzept, das den Schaft des Turms in eine gigantische, vertikal ablesbare Digitaluhr verwandelt: Leuchtpunkte zeigen Stunden, Minuten und Sekunden an und machen den Rheinturm zur - nach eigenen Angaben - größten digitalen Uhr der Welt. Über die Jahrzehnte hat sich der Turm von einem reinen Zweckbau der Telekommunikation zu einem Symbol der Stadt entwickelt, das auf Postkarten, in Reiseführern und in der kollektiven Erinnerung der Düsseldorfer fest verankert ist. Die Entwicklung des angrenzenden Medienhafens in den 1990er- und 2000er-Jahren, mit seiner spektakulären Architektur unter anderem von Frank Gehry, hat die Bedeutung des Rheinturms als Orientierungspunkt und Landmarke zusätzlich verstärkt. Heute ist der Turm untrennbar mit dem Bild des modernen, aufstrebenden Düsseldorf verbunden, das Tradition und zeitgenössische Architektur miteinander verbindet.

Highlights im Rheinturm

Das Herzstück eines Besuchs ist zweifellos die Aussichtsplattform in 168 Metern Höhe, die täglich von 10 Uhr morgens bis Mitternacht zugänglich ist. Von hier aus öffnet sich ein ungehinderter 360-Grad-Blick über Düsseldorf: Im Westen und Norden liegt der glitzernde Rhein mit seinen Brücken, im Süden erstreckt sich die Altstadt mit ihren historischen Gassen, und bei guter Sicht lassen sich sogar die Silhouetten von Köln oder das Bergische Land am Horizont erahnen. Direkt unter der Plattform liegt der Medienhafen mit seinen ungewöhnlichen, teils schiefen Fassaden - ein Kontrast zwischen Industriearchitektur und moderner Kunst, der von oben besonders gut zur Geltung kommt. Eine weitere Besonderheit ist das Drehrestaurant QOMO in etwa 172,5 Metern Höhe, das sich in rund 72 Minuten einmal vollständig um die eigene Achse dreht. Die 144 Sitzplätze befinden sich direkt an den Panoramafenstern, sodass Gäste beim Essen nach und nach die gesamte Stadt an sich vorbeiziehen sehen - ein Erlebnis, das besonders zum Sonnenuntergang oder bei abendlicher Beleuchtung der Stadt seinen Reiz entfaltet. Die bereits erwähnte Lichtskulptur, die den gesamten Turmschaft nachts in eine funktionierende Digitaluhr verwandelt, ist selbst aus großer Entfernung in der Stadt sichtbar und macht den Rheinturm zu einem lebendigen Teil der nächtlichen Skyline. Fotografen schätzen besonders die goldene Stunde kurz vor Sonnenuntergang, wenn das Licht den Rhein in warmen Tönen einfärbt und die Skyline der Innenstadt in Silhouette vor den Turm tritt. Viele Besucher kombinieren den Aufstieg mit einem Spaziergang entlang der Rheinpromenade oder durch den Medienhafen, bevor oder nachdem sie die Plattform besucht haben. Für Paare und Familien ist der Blick auf die Rheinkniebrücke und die weiten Flussschleifen oft der fotografische Höhepunkt des Besuchs, während technikinteressierte Besucher die Ausstellungstafeln zur Architektur und Funktechnik des Turms im Eingangsbereich zu schätzen wissen.

Öffnungszeiten, Eintritt & Anreise zum Rheinturm

Die Aussichtsplattform des Rheinturms ist ganzjährig täglich von 10:00 Uhr bis Mitternacht geöffnet, der letzte Einlass erfolgt üblicherweise kurz vor Schließung. Der Eintrittspreis für Erwachsene liegt bei rund 12,50 Euro, Kinder zwischen 6 und 13 Jahren zahlen etwa 9 Euro, während Kinder unter 6 Jahren freien Eintritt haben. Für Senioren ab 65 Jahren gilt ein ermäßigter Preis von rund 10 Euro, Familien mit bis zu drei Kindern können ein Kombiticket für etwa 30 Euro nutzen. Wer früh morgens vor 12 Uhr oder spät ab 20 Uhr kommt, profitiert von einem reduzierten Tarif von rund 9 Euro. Tickets werden ausschließlich online oder vor Ort per Kartenzahlung verkauft, Bargeld wird nicht akzeptiert. Es empfiehlt sich, Tickets vorab über die offizielle Website zu reservieren, besonders an Wochenenden und in der Hauptreisesaison, um Wartezeiten zu vermeiden. Das Drehrestaurant QOMO auf der Panoramaebene ist von Montag bis Samstag ab 18 Uhr bis Mitternacht sowie sonntags zusätzlich von 12 bis 16 Uhr für ein Mittagsangebot geöffnet; eine Reservierung wird dringend empfohlen. Der Rheinturm liegt in der Stromstraße 20 im Stadtteil Hafen, direkt im Herzen des Medienhafens. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man den Turm bequem mit der Straßenbahnlinie 709 bis zur Haltestelle "Stadttor" oder zu Fuß in rund 15 bis 20 Minuten vom Hauptbahnhof beziehungsweise von der Altstadt aus entlang der Rheinpromenade. Parkmöglichkeiten gibt es in mehreren Parkhäusern im Medienhafen in unmittelbarer Nähe des Turms. Die Aussicht ist barrierefrei über einen Schnellaufzug erreichbar, der die Plattform in weniger als 20 Sekunden erreicht.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Rheinturms

Der Medienhafen rund um den Rheinturm ist selbst eine architektonische Sehenswürdigkeit und lädt zu einem ausgedehnten Spaziergang ein. Besonders die Neuer Zollhof Gebäude des Architekten Frank Gehry mit ihren charakteristisch verformten Fassaden liegen nur wenige Gehminuten entfernt und bilden einen faszinierenden Kontrast zur klaren, vertikalen Linie des Turms. Entlang der Rheinpromenade führt ein beliebter Spazierweg direkt am Fluss entlang in Richtung Altstadt, vorbei an zahlreichen Cafés, Bars und Restaurants mit Blick auf das Wasser. Nach etwa 15 bis 20 Minuten Fußweg erreicht man die historische Altstadt Düsseldorfs mit ihren engen Gassen, traditionellen Brauhäusern und dem Burgplatz. Von dort aus ist auch die Oberkasseler Brücke mit ihrem berühmten Panoramablick auf die Altstadt-Skyline gut zu Fuß erreichbar. Wer es etwas kultureller mag, findet im nahegelegenen Hafenviertel das K21 Ständehaus mit zeitgenössischer Kunst, während der Burgplatz mit dem Schlossturm und seinem historischen Flair einen weiteren Stopp auf dem Weg zurück in die Innenstadt darstellt. Auch die Rheinkniebrücke, von der aus sich ein weiterer eindrucksvoller Blick auf den Rheinturm selbst bietet, liegt in fußläufiger Entfernung und eignet sich besonders für Fotografen, die den Turm als Motiv in Szene setzen möchten.

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