Botanischer Garten der Heinrich-Heine-Universität
- Geschichte von Botanischer Garten der Heinrich-Heine-Universität
- Highlights von Botanischer Garten der Heinrich-Heine-Universität
- Öffnungszeiten, Eintritt & Anreise zu Botanischer Garten der Heinrich-Heine-Universität
- Sehenswürdigkeiten in der Nähe von Botanischer Garten der Heinrich-Heine-Universität
Der Botanischer Garten der Heinrich-Heine-Universität zählt zu den vielseitigsten und zugleich ruhigsten Grünanlagen im Düsseldorfer Stadtteil Bilk. Auf einer Freilandfläche von rund 8 Hektar, eingebettet in die Flussschleife des Himmelgeister Rheinbogens im Süden der Stadt, wachsen hier mehr als 6.000 Pflanzenarten aus den gemäßigten Klimazonen der Erde – von heimischen Wald- und Wiesenpflanzen über mediterrane Gewächse bis zu seltenen Gehölzen aus Ostasien und Nordamerika. Weit sichtbar über die Baumkronen hinaus erhebt sich das charakteristische Kuppelgewächshaus, das zusammen mit der Orangerie und dem Südafrika-Haus das architektonische Herzstück der Anlage bildet. Anders als viele rein touristische Parkanlagen ist der Botanischer Garten der Heinrich-Heine-Universität zugleich lebendige Forschungs- und Lehreinrichtung der Universität und öffentlich zugänglicher Erholungsraum für die Bevölkerung – ein seltener Doppelcharakter, der sich in jedem Winkel der Anlage widerspiegelt: akribisch beschilderte Pflanzenfamilien neben schattigen Sitzgelegenheiten, Forschungsgewächshäuser neben kleinen Teichen und Wildblumenwiesen. Wer Ruhe, botanisches Fachwissen und ungewöhnliche Pflanzenvielfalt abseits der klassischen Düsseldorfer Sehenswürdigkeiten sucht, findet hier einen der interessantesten grünen Orte der ganzen Stadt.
Geschichte von Botanischer Garten der Heinrich-Heine-Universität
Die Wurzeln der heutigen Anlage reichen in das Jahr 1973 zurück, als die damals noch junge Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf die Gründung eines eigenen botanischen Gartens beschloss, um Forschung und Lehre in Biologie und Pflanzenwissenschaften einen praktischen Ort zu geben. Die eigentliche Bauphase erstreckte sich von 1974 bis 1979, in der das Freilandgelände am Himmelgeister Rheinbogen systematisch nach pflanzensystematischen und ökologischen Gesichtspunkten angelegt wurde. Von Beginn an verfolgte der Botanischer Garten der Heinrich-Heine-Universität das Ziel, nicht nur eine möglichst breite Sammlung winterharter Pflanzen der gemäßigten Zonen zu zeigen, sondern diese auch nach ihrer Verwandtschaft und ihrem natürlichen Lebensraum zu ordnen, sodass Studierende und Besucherinnen und Besucher gleichermaßen von der klaren Systematik profitieren. Mit dem Bau des markanten Kuppelgewächshauses erhielt die Anlage schon früh ihr bauliches Erkennungszeichen, da die kugelförmige Konstruktion ganzjährig ein mildes, mediterran geprägtes Klima für frostempfindliche Pflanzen aus Südeuropa, den Kanarischen Inseln und weiteren Regionen ermöglichte. Deutlich später, am 10. Oktober 2004, kam die repräsentative Orangerie hinzu, ein rund 13 Meter hohes Gewächshaus mit etwa 300 Quadratmetern Grundfläche, das seither regelmäßig für Sonderausstellungen und Veranstaltungen genutzt wird. Im Jahr 2008 folgte mit dem Südafrika-Haus auf rund 330 Quadratmetern ein weiterer Baustein, der der ungewöhnlich artenreichen Flora des südlichen Afrikas einen eigenen klimatisierten Lebensraum bietet. Auf den Dächern des angrenzenden Biologie-Institutsgebäudes bestehen zudem weitere Gewächshausflächen, die allerdings der Forschung vorbehalten und nicht öffentlich zugänglich sind. Über die Jahrzehnte hat sich der Botanischer Garten der Heinrich-Heine-Universität so von einer reinen universitären Lehreinrichtung zu einem festen, beliebten Bestandteil des Düsseldorfer Grünflächennetzes im Süden der Stadt entwickelt.
Highlights von Botanischer Garten der Heinrich-Heine-Universität
Das unangefochtene Markenzeichen des Botanischer Garten der Heinrich-Heine-Universität ist das kugelförmige Kuppelgewächshaus mit rund 1.000 Quadratmetern Grundfläche, das als kühles Kalthaus bei konstanten 12 bis 15 Grad Celsius ein ganzjähriges mediterranes Klima erzeugt. Unter der markanten Kuppel gedeihen Pflanzen aus dem Mittelmeerraum, den Kanarischen Inseln, Australien, Neuseeland, Ost- und Zentralasien, Südafrika, Chile und Kalifornien – eine botanische Weltreise unter einem einzigen Dach, die selbst an verregneten Düsseldorfer Wintertagen ein mildes Pflanzenerlebnis ermöglicht. Gleich daneben liegt die 2004 eröffnete Orangerie, deren rund 13 Meter hohe Glasarchitektur regelmäßig für Sonderschauen zu Themen wie Kakteen, Orchideen oder tropischen Nutzpflanzen genutzt wird, während das 2008 fertiggestellte Südafrika-Haus mit seiner eindrucksvollen Sammlung von Proteen, Sukkulenten und anderen südafrikanischen Spezialitäten einen eigenen Höhepunkt für botanisch interessierte Besucherinnen und Besucher darstellt. Im weitläufigen Freiland erstrecken sich auf rund 8 Hektar nach Pflanzenfamilien und geografischer Herkunft geordnete Beete, Gehölzgruppen, ein kleiner Teich sowie naturnahe Wiesenflächen, die im Frühling und Sommer in bunter Blütenpracht stehen und zahlreichen heimischen Insekten als Lebensraum dienen. Besonders beliebt bei Familien und Schulklassen sind die regelmäßigen Führungen und die "Grüne Schule" des Gartens, in denen Kinder und Jugendliche spielerisch botanisches Wissen vermittelt bekommen, ebenso wie Angebote der Kinderuniversität, die den Garten als lebendigen Lernort nutzt. Wer es ruhiger mag, findet entlang der verschlungenen Wege zahlreiche Sitzbänke mit Blick auf seltene Baumarten, sorgfältig beschilderte Pflanzensammlungen und kleine Aussichtspunkte Richtung Himmelgeister Rheinbogen. Eine Besonderheit, die viele Erstbesucherinnen und -besucher überrascht, ist die unmittelbare Nachbarschaft zum Südpark: Eine Brücke über die Autobahn A46 verbindet beide Grünanlagen direkt miteinander und erlaubt es, in einem einzigen Spaziergang vom Botanischer Garten der Heinrich-Heine-Universität bis an den Rhein zu gelangen.
Öffnungszeiten, Eintritt & Anreise zu Botanischer Garten der Heinrich-Heine-Universität
Der Freiland-Bereich des Botanischer Garten der Heinrich-Heine-Universität steht der Bevölkerung nach eigenen Angaben der Universität ganzjährig als öffentlich zugänglicher Erholungs- und Bildungsraum zur Verfügung, der Besuch der Außenanlagen ist kostenlos. Die genauen Tagesöffnungszeiten richten sich nach der Jahreszeit und reichen üblicherweise von den frühen Morgenstunden bis zum Einbruch der Dunkelheit, während das Kuppelgewächshaus, die Orangerie und das Südafrika-Haus eigene, saisonal variierende Öffnungszeiten sowie gelegentliche Schließtage für Pflegearbeiten haben; aktuelle Zeiten und Informationen zu Sonderausstellungen veröffentlicht die Universität auf der Website des Gartens unter botanischergarten.hhu.de. Der Garten liegt auf dem Campus der Heinrich-Heine-Universität im Stadtteil Bilk und ist damit sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen; mit Bus und Bahn empfiehlt sich die Anfahrt über die Haltestellen rund um den Campus Bilk, von denen aus mehrere Minuten Fußweg bis zum Eingang des Freilands zurückzulegen sind. Auf dem weitläufigen Universitätscampus stehen zudem ausgewiesene Parkflächen zur Verfügung, die allerdings während der Vorlesungszeit stark frequentiert sein können. Gruppen, Schulklassen und Interessierte an Führungen wenden sich am besten im Voraus an die Gartenverwaltung, da Führungen und Programme der Grünen Schule meist eine Anmeldung erfordern, während der individuelle Spaziergang durch das Freiland jederzeit spontan möglich ist.
Sehenswürdigkeiten in der Nähe von Botanischer Garten der Heinrich-Heine-Universität
Der wohl größte Vorteil der Lage des Botanischer Garten der Heinrich-Heine-Universität ist seine direkte Nachbarschaft zum Südpark, der über eine Fußgängerbrücke über die Autobahn A46 unmittelbar an das Freiland angrenzt und von dort aus bis an das Rheinufer führt – ein idealer Rundweg für einen ganzen Parktag im Düsseldorfer Süden. Auf dem Universitätscampus selbst laden zahlreiche Cafés und Mensen rund um die Hörsäle zu einer Pause nach dem Spaziergang ein, während Kulturinteressierte von hier aus bequem in Richtung ISS Dome und die Veranstaltungshalle in Oberbilk weiterfahren können. Wer die Innenstadt besuchen möchte, erreicht die Düsseldorfer Altstadt und die Königsallee mit öffentlichen Verkehrsmitteln in wenigen Minuten, ebenso wie den Medienhafen mit seiner markanten Hafenarchitektur. Auch der Volksgarten mit seinen Spielflächen und der historische Stadtteil Oberbilk mit seiner multikulturellen Prägung liegen in unmittelbarer Nähe und lassen sich gut mit einem Besuch des Botanischer Garten der Heinrich-Heine-Universität kombinieren. Für Familien, die einen ganzen Tag im Grünen planen, bietet sich die Kombination aus Botanischem Garten, Südpark und dem angrenzenden Rheinufer als eine der schönsten, aber touristisch noch wenig bekannten Routen im Süden Düsseldorfs an.
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