Schadowplatz
Der Schadowplatz liegt mitten im Herzen der Düsseldorfer Innenstadt, dort, wo die Einkaufsstraße Schadowstraße auf die Heinrich-Heine-Allee trifft und fließend in den benachbarten Heinrich-Heine-Platz übergeht. Benannt ist er, wie die angrenzende Schadowstraße, nach dem Maler Wilhelm von Schadow, der ab 1826 als Direktor der Kunstakademie Düsseldorf die berühmte Düsseldorfer Malerschule begründete und damit die Stadt zu einem der bedeutendsten Kunstzentren Europas im 19. Jahrhundert machte. Kaum ein anderer Ort in Düsseldorf macht so deutlich wie der Schadowplatz, wie eng die historische Altstadt, die klassische Einkaufsmeile und die moderne Stadtentwicklung der vergangenen Jahrzehnte miteinander verwoben sind. Als zentraler Knotenpunkt zwischen Schadowstraße, Elberfelder Straße, Benrather Straße und der Heinrich-Heine-Allee zählt der Platz zu den am stärksten frequentierten öffentlichen Räumen der gesamten Stadt und verbindet auf kurzer Distanz Einkaufs-, Kultur- und Verkehrsfunktionen.
Geschichte des Schadowplatzes
Der Name des Schadowplatzes geht unmittelbar auf die 1851 erfolgte Benennung der angrenzenden Schadowstraße zurück, mit der die Stadt Düsseldorf den Maler Wilhelm von Schadow ehrte. Schadow hatte ab 1826 als Direktor der Kunstakademie die sogenannte Düsseldorfer Malerschule begründet, die im 19. Jahrhundert internationalen Ruf erlangte und zahlreiche bedeutende Künstler anzog. Die heutige Schadowstraße war vor ihrer Umbenennung als Flinger Steinweg bekannt, ein alter Fuhrweg, der bereits im 17. Jahrhundert unter Kurfürst Jan Wellem befestigt wurde, um eine verlässliche Verbindung von der Stadt in Richtung des Bergischen Landes zu schaffen. Mit der fortschreitenden städtebaulichen Entwicklung der Straße im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert - unter anderem durch den Bau großer Kaufhäuser - gewann auch der angrenzende Platz zunehmend an Bedeutung als zentraler Verkehrsknotenpunkt der Innenstadt. Nach den massiven Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurde das gesamte Umfeld in den folgenden Jahrzehnten als modernes Geschäftsviertel wiederaufgebaut, wobei der Schadowplatz seine Funktion als Schnittstelle zwischen Einkaufsstraßen und dem öffentlichen Nahverkehr beibehielt. Eine der jüngsten und sichtbarsten Veränderungen brachte das groß angelegte Projekt Kö-Bogen II mit sich: Im Zuge der Neugestaltung des Areals rund um den Gustaf-Gründgens-Platz und den Hofgarten wurde eine neue Fußgängerbrücke errichtet, die den Park an der Landskrone direkt mit dem Kö-Bogen und dem Schadowplatz verbindet. Diese städtebauliche Aufwertung hat die Besucherfrequenz in der Schadowstraße, am Schadowplatz und im nordöstlichen Teil der Königsallee nachweislich deutlich erhöht und den Platz noch stärker in das Netz der zentralen Fußgängerzonen der Innenstadt eingebunden.
Highlights des Schadowplatzes
Der Schadowplatz überzeugt vor allem durch seine Funktion als lebendiger Dreh- und Angelpunkt des Düsseldorfer Einzelhandels: Von hier aus sind die Schadowstraße mit ihren großen Kaufhäusern und Modeketten, die noble Königsallee mit ihren Luxusboutiquen sowie die historische Altstadt jeweils in wenigen Gehminuten erreichbar. Rund um den Platz prägen großstädtische Geschäftsbauten das Bild, darunter die Schadow-Arkaden, ein zwischen 1990 und 1994 errichtetes Einkaufszentrum, sowie die unmittelbar angrenzende Filiale der Galeria Kaufhof. Durch die Nähe zur Heinrich-Heine-Allee und zum gleichnamigen Platz ist der Schadowplatz zugleich ein wichtiger Verteiler für den öffentlichen Nahverkehr, da hier Fußgängerströme aus mehreren Richtungen zusammenlaufen. Besonders attraktiv wurde der Standort durch die im Rahmen von Kö-Bogen II realisierte neue Fußgängerverbindung zum Hofgarten: Wer vom Schadowplatz aus Richtung Osten geht, erreicht über die neue Brücke in wenigen Minuten die großzügige Grünanlage des Hofgartens, was einen angenehmen Kontrast zur dichten Einkaufsatmosphäre des Platzes bildet. Die gestiegene Aufmerksamkeit für den Standort zeigt sich auch wirtschaftlich: Nach Abschluss der Umbaumaßnahmen stiegen die Ladenmieten am Schadowplatz spürbar an, ein Beleg für die wachsende Bedeutung dieses Abschnitts der Innenstadt. Architektonisch interessant ist zudem der Kontrast zwischen den überwiegend nach dem Krieg wiederaufgebauten, funktional geprägten Geschäftshäusern rund um den Platz und den deutlich moderneren, skulptural geformten Neubauten des benachbarten Kö-Bogens, die dem gesamten Areal in den vergangenen Jahren ein neues Gesicht gegeben haben.
Öffnungszeiten, Eintritt & Anreise zum Schadowplatz
Da es sich beim Schadowplatz um einen öffentlichen städtischen Platz handelt, ist er jederzeit frei und ohne Eintritt zugänglich; feste Öffnungszeiten gibt es nicht, wohl aber die üblichen Ladenöffnungszeiten der umliegenden Geschäfte, die in der Regel von Montag bis Samstag zwischen etwa 10 und 20 Uhr geöffnet haben. Der Platz liegt verkehrsgünstig im Zentrum der Fußgängerzone und ist über die U-Bahn-Station Heinrich-Heine-Allee der Wehrhahn-Linie sowie über mehrere Straßenbahn- und Buslinien der Rheinbahn bequem zu erreichen. Von dort führt nur ein kurzer Fußweg über die Schadowstraße oder die Heinrich-Heine-Allee direkt zum Platz. Auch vom Hauptbahnhof aus ist der Schadowplatz mit der Straßenbahn in wenigen Minuten erreichbar, was ihn zu einem naheliegenden ersten Ziel für Städtebesucher macht, die direkt mit dem Einkaufsbummel beginnen möchten. Für Autofahrer stehen in der näheren Umgebung mehrere Parkhäuser zur Verfügung, etwa an der Königsallee oder im Bereich des Kö-Bogens, da der Platz selbst als Teil der Fußgängerzone weitgehend autofrei gehalten wird. Fahrradfahrer profitieren von den gut ausgebauten Radwegen entlang der Kö und der Heinrich-Heine-Allee. Da der Schadowplatz ganzjährig belebt ist, lohnt sich ein Besuch zu jeder Jahreszeit, wobei insbesondere die Vorweihnachtszeit mit festlicher Beleuchtung und die Sommermonate mit Außengastronomie in den umliegenden Cafés besonders angenehme Besuchszeiten darstellen.
Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Schadowplatzes
In unmittelbarer Nähe des Schadowplatzes liegt der Hofgarten, die älteste öffentliche Parkanlage Deutschlands, der über die neue Fußgängerbrücke des Kö-Bogen-II-Projekts bequem zu Fuß erreichbar ist und sich ideal für eine Erholungspause nach dem Einkaufsbummel eignet. Nur wenige Schritte entfernt erhebt sich der markante Gebäudekomplex des Kö-Bogens mit seinen begrünten Fassaden, der zusammen mit dem benachbarten Dreischeibenhaus zu den bekanntesten modernen Bauwerken der Stadt zählt. Richtung Süden führt die Schadowstraße direkt zur Königsallee, deren nordöstlicher Abschnitt mit exklusiven Geschäften und Cafés aufwartet, während ein kurzer Spaziergang nach Westen in die historische Altstadt mit ihren traditionsreichen Brauhäusern führt. Auch der Rathausvorplatz und der Burgplatz direkt am Rhein sind von hier aus in etwa fünfzehn Gehminuten zu erreichen, sodass sich der Schadowplatz ideal als zentraler Ausgangspunkt für einen Erkundungsgang durch die unterschiedlichen Facetten der Düsseldorfer Innenstadt anbietet. Auch die direkt angrenzende Elberfelder Straße und die Benrather Straße tragen mit ihren Fachgeschäften, Cafés und Dienstleistungsbetrieben dazu bei, dass der Schadowplatz nicht nur ein Durchgangsort, sondern ein eigenständiges kleines Zentrum innerhalb der Innenstadt bildet. Seit der Eröffnung der Wehrhahn-Linie im Jahr 2016 hat sich die Anbindung des Platzes an das U-Bahn-Netz der Stadt zusätzlich verbessert, wodurch auch Besucher aus den östlichen und nördlichen Stadtteilen den Schadowplatz bequem und ohne Umstieg erreichen können. Damit zählt der Schadowplatz zu den am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbaren Plätzen der gesamten Innenstadt.
Wo übernachten in Düsseldorf, Deutschland
Vergleichen Sie aktuelle Hotelpreise und finden Sie die passende Unterkunft.