Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20
Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20 gehört zu den international bedeutendsten Häusern für die Kunst der Klassischen Moderne und zählt gleichzeitig zu den profiliertesten Museumsbauten im Rheinland. Das Haus am Grabbeplatz in der Düsseldorfer Altstadt beherbergt eine der weltweit umfangreichsten Sammlungen von Werken Paul Klees und ergänzt diese um Hauptwerke von Pablo Picasso, Henri Matisse, Max Ernst und Max Beckmann sowie um zentrale Positionen der amerikanischen Nachkriegskunst und der deutschen Gegenwartskunst. Schon die markante schwarze Granitfassade des Gebäudes signalisiert, dass hier kein gewöhnliches Stadtmuseum, sondern ein Ort von internationalem Rang zu finden ist. Für Besucher, die sich für die Entwicklung der Malerei vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart interessieren, gehört ein Besuch der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20 zu den unverzichtbaren Stationen eines Düsseldorf-Aufenthalts, zumal die Dauerausstellung regelmäßig durch hochkarätige Sonderausstellungen ergänzt wird.
Geschichte der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20
Die Geschichte der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20 beginnt im Jahr 1961, als das Land Nordrhein-Westfalen eine folgenreiche Entscheidung traf: Für rund 2,75 Millionen D-Mark erwarb der Landtag 88 Werke von Paul Klee aus Schweizer Privatbesitz, ein für die damalige Zeit enormer und politisch umstrittener Betrag. Dieser Ankauf bildete den Grundstein der neu gegründeten Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, die zunächst in wechselnden Interimsräumen gezeigt wurde. Als erster Direktor prägte Werner Schmalenbach von 1962 bis 1990 das Profil des Hauses und erweiterte die Sammlung gezielt um Hauptwerke des Kubismus, des Surrealismus und der amerikanischen Kunst nach 1945. Erst 1986 erhielt die Sammlung mit dem heutigen Gebäude am Grabbeplatz ein eigenes Zuhause: Die dänischen Architekten Hans Dissing und Otto Weitling, beide Schüler von Arne Jacobsen, entwarfen einen kompakten Kubus mit einer Fassade aus schwarz poliertem schwedischem Granit, der seither das Erscheinungsbild des Grabbeplatzes prägt. Weil die Ausstellungsflächen schon nach wenigen Jahren nicht mehr ausreichten, wurde das Haus zwischen 2007 und 2010 unter der Leitung des Architekturbüros Kiessler + Partner umfassend erweitert und unterkellert; 2010 öffnete das Museum als sogenanntes neues K20 mit deutlich größeren Sälen wieder. Seit 2016 firmiert die Institution gemeinsam mit dem Schwesterhaus K21 unter dem Namen Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und wird von einem wechselnden künstlerischen Direktorium geleitet, das die Sammlung kontinuierlich um zeitgenössische Positionen ergänzt.
Highlights der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20
Das Herzstück der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20 ist die hauseigene Paul-Klee-Sammlung, die mit rund 100 Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen zu den umfangreichsten weltweit zählt und einen nahezu lückenlosen Überblick über das Lebenswerk des Künstlers von seinen frühen grafischen Arbeiten bis zu den späten, oft dunkel getönten Bildern der 1930er Jahre bietet. In eigens dafür konzipierten, gedämpft beleuchteten Kabinetten lassen sich Klees malerische Experimente in Ruhe studieren. Daran schließt sich ein Rundgang durch die klassische Moderne an: Werke von Pablo Picasso aus seiner kubistischen und seiner späteren figurativen Phase hängen neben Gemälden von Henri Matisse, während Max Ernst und sein surrealistisches Vokabular aus Collage, Frottage und Grattage einen eigenen Schwerpunkt bilden. Auch der Expressionismus und die Neue Sachlichkeit sind mit Arbeiten unter anderem von Max Beckmann vertreten. Ein weiterer Höhepunkt des Rundgangs ist der großformatige Saal mit amerikanischer Kunst der Nachkriegszeit: Action Paintings von Jackson Pollock treffen auf Siebdrucke und Objekte von Andy Warhol, die die Konsumwelt der 1960er Jahre reflektieren. Die deutsche Kunst nach 1945 ist mit zentralen Werken von Joseph Beuys, dessen Fettecken und Filzobjekte zum festen Bestandteil der Sammlung gehören, sowie mit Gemälden von Gerhard Richter, Sigmar Polke und Georg Baselitz prominent vertreten; Installationen von Katharina Fritsch ergänzen den Blick auf die Gegenwart. Wer die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20 zur Spielzeit 2026/2027 besucht, erlebt zusätzlich die große Sonderausstellung zu Franz Marc, die von September 2026 bis Januar 2027 Hauptwerke des Expressionisten und Mitbegründers des Blauen Reiters versammelt, sowie die Gruppenausstellung „Playground", die von April 2026 bis Mai 2027 das Verhältnis von Kunst und Spiel auslotet. Regelmäßige Kuratorenführungen und ein umfangreiches Vermittlungsprogramm für Familien machen auch komplexe Werke zugänglich.
Öffnungszeiten, Eintritt & Anreise zur Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20
Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20 am Grabbeplatz 5 in 40213 Düsseldorf ist von Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet; montags bleibt das Haus geschlossen. An jedem ersten Mittwoch im Monat verlängern sich die Öffnungszeiten bis 22 Uhr, was sich besonders für einen ruhigeren Rundgang am Abend eignet. Der Eintritt richtet sich nach der jeweils laufenden Sonderausstellung und liegt für ein Einzelticket üblicherweise zwischen 9 und 17 Euro; ein Kombiticket, das innerhalb eines Jahres sowohl K20 als auch das Schwesterhaus K21 im Ständehaus umfasst, kostet 21 Euro. Studierende ab 18 Jahren zahlen 5 Euro, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre haben freien Eintritt, und wer die Häuser häufiger besuchen möchte, kann für 49 Euro eine Jahreskarte erwerben. Tickets lassen sich online über den Webshop der Kunstsammlung reservieren, was besonders bei stark besuchten Sonderausstellungen empfehlenswert ist. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist unkompliziert: Mehrere Stadtbahnlinien der Rheinbahn, darunter die Linien U70 bis U79 sowie U83, halten an der Station Heinrich-Heine-Allee, von der aus das Museum in wenigen Gehminuten erreichbar ist. Auch vom Hauptbahnhof gelangt man mit der Stadtbahn in rund zehn bis fünfzehn Minuten zum Grabbeplatz. Parkmöglichkeiten gibt es in mehreren Parkhäusern der Altstadt, wobei an Wochenenden und während Veranstaltungen mit Wartezeiten zu rechnen ist. Für aktuelle Informationen zu Sonderausstellungen, Führungen und eventuellen Schließtagen lohnt sich vor dem Besuch ein Blick auf die offizielle Website der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.
Sehenswürdigkeiten in der Nähe der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20
Die Lage am Grabbeplatz macht die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20 zu einem idealen Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch die Düsseldorfer Altstadt. Nur wenige Schritte entfernt liegt der Burgplatz mit dem historischen Schlossturm und der markanten Basilika St. Lambertus, deren leicht verdrehter Turm zu den Landmarken der Stadt zählt. Von dort führt die Rheinuferpromenade entlang des Flusses, auf der sich bei gutem Wetter zahlreiche Cafés und Freitreppen zum Verweilen anbieten. In unmittelbarer Nähe befinden sich außerdem zahlreiche traditionsreiche Altbier-Brauhäuser wie das Füchschen oder Zum Schlüssel, die sich gut mit einem Museumsbesuch verbinden lassen. Wer sich weiter für Kunst interessiert, erreicht das Schwesterhaus K21 im historischen Ständehaus mit der Stadtbahn in rund zehn Minuten und kann dort internationale Gegenwartskunst erleben. Auch das Museum Kunstpalast am Ehrenhof mit seiner breiten Sammlung von alten Meistern bis zur Glaskunst liegt nur eine kurze Fahrt entfernt. Für einen Einkaufsbummel bietet sich die nahe Königsallee mit ihren internationalen Boutiquen an, während Familien mit Kindern einen Ausflug zum Aquazoo Löbbecke Museum im Nordpark einplanen können.
Wo übernachten in Düsseldorf, Deutschland
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