Annakirmes Riesenrad
Nur neun Tage im Jahr, immer rund um das Annafest im Spätsommer, dreht sich über den Festplätzen zwischen Aachener Straße, Langenberger Straße und Rurdammweg das Riesenrad der Annakirmes und bietet für diese kurze Zeit einen der schönsten Ausblicke, die Düren zu bieten hat. Das Riesenrad ist dabei kein dauerhaft installiertes Bauwerk, sondern Teil des traditionellen Fahrgeschäfteangebots der Annakirmes, eines der größten Volksfeste Nordrhein-Westfalens, und wird jedes Jahr von Schaustellerfamilien neu aufgebaut, betrieben und nach Ende der Kirmes wieder abgebaut. Wer das Glück hat, Düren während dieser neun Tage im Spätsommer zu besuchen, kann von der Spitze des Rades aus einen weiten Blick über das Festgelände, die angrenzenden Stadtteile und bei klarer Sicht sogar bis zum Turm der Annakirche werfen, der sich markant über der Dürener Altstadt erhebt. Da es sich um eine saisonale, nur während der Annakirmes verfügbare Attraktion handelt, unterscheidet sich der Besuch grundlegend von dauerhaften Aussichtspunkten, was Planung und Vorfreude umso wichtiger macht, denn wer den Termin verpasst, muss ein ganzes Jahr auf die nächste Gelegenheit warten, bevor die Schausteller mit ihren Fahrgeschäften erneut nach Düren zurückkehren.
Geschichte des Annakirmes Riesenrad
Die Geschichte der Annakirmes selbst reicht bis in das Jahr 1501 zurück und ist eng mit der Verehrung der heiligen Anna verknüpft, deren Reliquie seit jener Zeit in der Dürener Annakirche aufbewahrt wird und ursprünglich zahlreiche Pilger in die Stadt zog. Aus dem anfänglichen Pilgerfest entwickelte sich über die Jahrhunderte zunächst ein großer Markt und schließlich, mit dem Aufkommen reisender Schausteller im 19. und 20. Jahrhundert, das heutige Volksfest mit Fahrgeschäften, Verkaufsständen und Unterhaltungsangeboten. Bis 1892 fand die Annakirmes noch in der Dürener Innenstadt statt, wurde jedoch nach Lärmbeschwerden der Anwohner vom Stadtrat auf das heutige, rund 50.000 Quadratmeter große Festgelände verlegt, wo sie seitdem jährlich stattfindet. Das Riesenrad als Fahrgeschäft gehört seit vielen Jahrzehnten zur festen Tradition der Kirmes und wird traditionell von der Schaustellerfamilie Kipp betrieben, die das Rad fast jedes Jahr an seinen gewohnten Standort auf dem Festgelände zurückbringt. Im Jahr 2014 war auf der Annakirmes mit dem sogenannten „Europarad" sogar ein besonders großes Riesenrad mit einer Höhe von 55 Metern zu Gast, das den Besuchern einen noch weiteren Blick über Düren und die Umgebung ermöglichte als die traditionell etwas kleineren Modelle. Diese enge Verbindung zwischen der jahrhundertealten religiösen Tradition des Annafests und der vergleichsweise jungen Schaustellertradition des Riesenrads macht die Annakirmes zu einem Fest, in dem Geschichte und Vergnügen auf einzigartige Weise zusammenkommen.
Highlights im Annakirmes Riesenrad
Der größte Reiz einer Fahrt mit dem Annakirmes-Riesenrad liegt im Panoramablick, der sich von den oberen Gondeln aus über das bunte Treiben des Festplatzes, die umliegenden Wohngebiete und die Silhouette der Dürener Innenstadt mit dem markanten Turm der Annakirche eröffnet. Besonders eindrucksvoll ist eine Fahrt in den Abendstunden, wenn Tausende bunte Lichter der Fahrgeschäfte und Verkaufsstände unter einem bereits dunklen Himmel erstrahlen und das gesamte Festgelände in ein funkelndes Lichtermeer verwandeln, das man aus der Höhe der Gondeln besonders gut überblicken kann. Mit jährlich fast einer Million Besuchern und rund 160 bis 170 Schaustellerbetrieben aus dem gesamten Bundesgebiet zählt die Annakirmes zu den größten Volksfesten Deutschlands, und das Riesenrad bildet dabei traditionell einen der zentralen Orientierungspunkte auf dem weitläufigen Gelände. Für Familien ist eine gemeinsame Fahrt im Riesenrad oft einer der Höhepunkte des Kirmesbesuchs, da sie Entschleunigung und Ausblick mit dem sonst eher hektischen, lauten Trubel der übrigen Fahrgeschäfte kontrastiert. Fotografen nutzen die erhöhte Position gerne, um Luftaufnahmen des Festgeländes und der umliegenden Stadt zu machen, während Paare die kurze, romantische Fahrt in der Gondel für einen besonderen Moment während des Festbesuchs schätzen. Da sich die genaue Größe und das Modell des Riesenrads von Jahr zu Jahr leicht unterscheiden können, je nachdem, welcher Schausteller mit welchem Fahrgeschäft anreist, lohnt sich für Wiederholungsbesucher auch der Vergleich der Ausblicke von unterschiedlichen Jahren. Wer die Wartezeit an der Gondel verkürzen möchte, kann die unmittelbare Umgebung des Riesenrads nutzen, in der sich traditionell zahlreiche Imbissstände mit rheinischen Spezialitäten sowie weitere kleinere Fahrgeschäfte für jüngere Kinder befinden, sodass auch Familienmitglieder, die nicht mitfahren möchten, nicht auf Unterhaltung verzichten müssen.
Öffnungszeiten, Eintritt & Anreise zum Annakirmes Riesenrad
Wichtig zu wissen ist, dass das Riesenrad der Annakirmes ausschließlich während der neun Tage des Annafests verfügbar ist, das traditionell am Samstag nach dem 26. Juli, dem Namenstag der heiligen Anna, beginnt und am zweiten darauffolgenden Sonntag endet; außerhalb dieses Zeitraums existiert das Riesenrad schlicht nicht, da es sich um ein mobiles Fahrgeschäft handelt, das nach Ende der Kirmes wieder abgebaut wird. Während der Kirmestage ist das Festgelände täglich ab etwa 11 Uhr vormittags bis in die späten Nachtstunden, meist zwischen 0:30 Uhr und 2 Uhr, geöffnet, wobei die genauen Betriebszeiten des Riesenrads selbst je nach Besucherandrang und Wetterlage leicht variieren können. Der Eintritt zum Festgelände selbst ist kostenlos, für die Fahrt mit dem Riesenrad wird jedoch ein separates Ticket direkt am Fahrgeschäft erworben, dessen Preis je nach Saison und Betreiber variieren kann. Das Festgelände liegt zwischen Aachener Straße, Langenberger Straße und Rurdammweg und ist von der Dürener Innenstadt aus in wenigen Gehminuten zu Fuß erreichbar. Aufgrund der enormen Besucherzahlen während der Annakirmes empfiehlt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß, da die Parkplatzsituation in den umliegenden Straßen während der Festtage regelmäßig angespannt ist.
Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Annakirmes Riesenrad
Nur wenige Gehminuten vom Festgelände der Annakirmes entfernt liegt die Annakirche mit ihrem markanten Turm, dem spirituellen Ursprung des gesamten Volksfests, dessen Besuch sich ideal mit einem Abstecher zur Kirmes verbinden lässt. In Richtung Innenstadt erreicht man von hier aus zudem das Leopold-Hoesch-Museum sowie den historischen Stadtkern mit seiner Fußgängerzone, die auch außerhalb der Kirmeszeit einen Besuch wert sind. Der Willy-Brandt-Park mit seinem alten Baumbestand und das Rurufer mit seinen Spazierwegen entlang des Flusses bieten sich als ruhigere Alternativen an, wenn der Trubel der Kirmes einmal eine Pause braucht. Besucher, die außerhalb der Annakirmes-Saison nach Düren reisen, finden anstelle des Riesenrads vor allem die übrigen Parkanlagen und Aussichtspunkte der Stadt vor, darunter den Turm der Annakirche als dauerhaftes Landmark, der das ganze Jahr über besichtigt werden kann, auch wenn das Riesenrad selbst dann längst wieder abgebaut ist.
Wo übernachten in Düren, Deutschland
Vergleichen Sie aktuelle Hotelpreise und finden Sie die passende Unterkunft.