Aussichtspunkt

Annakirche-Turm

Annakirche-Turm
Annaplatz 8, 52349 Düren, Deutschland Webseite
Inhalt

Hoch über den Dächern der Dürener Innenstadt erhebt sich der Turm der Annakirche, der mit seiner markanten, schlanken Silhouette schon von Weitem als Orientierungspunkt dient und das Stadtbild von Düren entscheidend mitprägt. Wer sich dem Annaplatz nähert, sei es zu Fuß vom Hauptbahnhof oder über die umliegenden Einkaufsstraßen, erkennt den Turm meist schon lange bevor die eigentliche Kirche selbst in Sichtweite kommt, und genau diese weit sichtbare Präsenz macht ihn zu einem der wichtigsten visuellen Bezugspunkte der Stadt. Der heutige Turm wurde in den 1960er Jahren als Teil des Wiederaufbaus der Annakirche errichtet, nachdem der gotische Vorgängerturm beim verheerenden Luftangriff auf Düren im November 1944 fast vollständig zerstört worden war. Anders als bei manchen anderen Kirchtürmen im Rheinland ist der Innenraum des Annakirche-Turms nicht regulär für Besucherbesteigungen geöffnet, sodass der Reiz dieses Aussichtspunkts vor allem in seiner äußeren Erscheinung und seiner Funktion als weithin sichtbares Landmark der Dürener Innenstadt liegt, nicht in einem klassischen Panoramablick von der Turmspitze selbst. Für Besucher, die Düren zum ersten Mal besuchen, ist der Turm oft der erste architektonische Eindruck der Stadt überhaupt, da er von vielen Zufahrtsstraßen und sogar vom Bahnhofsvorplatz aus bereits aus der Ferne gut zu erkennen ist und damit unmittelbar die Richtung zur historischen Altstadt weist.

Geschichte des Annakirche-Turms

Die Geschichte des heutigen Annakirche-Turms beginnt mit der vollständigen Zerstörung seines spätgotischen Vorgängers, der die Dürener Altstadt über Jahrhunderte geprägt hatte und beim alliierten Luftangriff vom 16. November 1944 fast vollständig in Schutt und Asche gelegt wurde. Der historische Vorgängerturm war mit rund 100 Metern deutlich höher als die heutige Konstruktion und zählte vor seiner Zerstörung zu den stadtbildprägenden Bauwerken Dürens. Nach dem Krieg entschied sich die Stadt für einen kompletten Neubau der Kirche an historischer Stelle, der von dem renommierten Architekten Rudolf Schwarz entworfen und zwischen 1954 und 1956 errichtet wurde. Der neue, deutlich niedrigere Turm mit einer Höhe von etwa 50 Metern wurde erst einige Jahre später, zwischen 1963 und 1964, als separates Bauprojekt fertiggestellt und bewusst in einer reduzierten, der Nachkriegsmoderne entsprechenden Formensprache gestaltet. Diese bewusste Entscheidung für eine geringere Höhe als der historische Vorgängerturm spiegelt die architektonische Haltung jener Zeit wider, die auf Zurückhaltung und Klarheit statt auf historisierende Monumentalität setzte. Der Turm erhielt im Rahmen seiner Fertigstellung ein Glockenspiel mit 49 Glocken, dessen Klang bis heute weit über den Annaplatz hinaus zu hören ist und der Dürener Altstadt einen unverwechselbaren akustischen Charakter verleiht, der den Turm zusätzlich zu einem sinnlich erfahrbaren Landmark macht, auch ohne dass man ihn besteigen könnte.

Highlights des Annakirche-Turms

Der größte Reiz des Annakirche-Turms liegt darin, dass er von zahlreichen Stellen der Dürener Innenstadt aus sichtbar ist und damit eine Art natürlichen Kompass für Besucher bildet, die sich in der Stadt orientieren möchten. Besonders eindrucksvoll wirkt der Turm am frühen Abend, wenn das Licht der untergehenden Sonne seine klaren, reduzierten Formen betont und einen reizvollen Kontrast zu den historischen Fachwerk- und Backsteinfassaden der umliegenden Altstadt bildet. Vom Annaplatz selbst aus lässt sich der Turm in seiner vollen Höhe am besten erfassen, und gerade der direkte Vergleich mit den umgebenden, deutlich niedrigeren Gebäuden verdeutlicht seine stadtbildprägende Wirkung. Zu bestimmten Anlässen, etwa rund um kirchliche Feiertage oder besondere städtische Veranstaltungen, erklingt das 49-teilige Glockenspiel des Turms, ein akustisches Erlebnis, das viele Besucher als ebenso eindrucksvoll empfinden wie ein klassischer Ausblick von einer Turmplattform. Fotografen schätzen den Turm vor allem als Bildmotiv aus der Ferne, etwa vom gegenüberliegenden Rurufer aus oder von den höher gelegenen Straßen am Stadtrand, von wo aus sich die gesamte Silhouette der Annakirche mit ihrem charakteristischen Turm besonders gut einfangen lässt. Da eine reguläre Besteigung des Turminneren nicht angeboten wird, konzentriert sich das Besuchserlebnis bewusst auf diese Außenperspektiven und auf den unmittelbaren Eindruck, den der Turm als architektonisches Landmark im Zusammenspiel mit der Dürener Altstadt hinterlässt.

Öffnungszeiten, Eintritt & Anreise zum Annakirche-Turm

Da der Turm der Annakirche kein regulär zugängliches Besichtigungsobjekt mit Innenbesteigung ist, gibt es keine eigenen Öffnungszeiten oder Eintrittsgebühren für den Turm selbst; der Blick auf den Turm vom Annaplatz und den umliegenden Straßen aus ist dagegen jederzeit kostenlos und uneingeschränkt möglich. Die Annakirche selbst, zu der der Turm gehört, steht tagsüber offen und kann besichtigt werden, wobei sich interessierte Besucher für aktuelle Informationen zu etwaigen Sonderöffnungen des Turms, etwa im Rahmen des Tags des offenen Denkmals oder ähnlicher städtischer Veranstaltungen, am besten direkt an die Pfarrgemeinde St. Lukas oder die städtischen Informationsstellen wenden sollten. Der Annaplatz mit dem markanten Turm liegt zentral in der Dürener Innenstadt und ist vom Hauptbahnhof Düren aus in rund zehn bis fünfzehn Minuten zu Fuß erreichbar. Autofahrer finden in den umliegenden Parkhäusern und Straßen der Innenstadt ausreichend Parkmöglichkeiten, während Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel mehrere Buslinien des VRS nutzen können, die in unmittelbarer Nähe der Altstadt halten. Für die beste Fernansicht des Turms empfiehlt sich ein kurzer Spaziergang zum gegenüberliegenden Rurufer, von wo aus sich die gesamte Silhouette der Annakirche besonders gut fotografieren lässt.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Annakirche-Turms

Direkt unterhalb des Turms liegt die Annakirche selbst mit ihrem bemerkenswerten Innenraum, ihrer Orgel und der Reliquie der heiligen Anna, die einen Besuch der Kirche zu einem eigenständigen Programmpunkt machen. Nur wenige Gehminuten entfernt befindet sich das Leopold-Hoesch-Museum, das moderne Kunst mit der industriellen Papiergeschichte der Region verbindet und zu den wichtigsten Kulturinstitutionen Dürens zählt. Der Willy-Brandt-Park und der Konrad-Adenauer-Park, beide mit historischem Baumbestand und Erholungsmöglichkeiten ausgestattet, liegen ebenfalls innerhalb bequemer Gehdistanz von der Dürener Innenstadt aus. Für die beste Fernansicht des Turms bietet sich außerdem das nahegelegene Rurufer an, dessen Spazier- und Radwege direkt am Fluss entlangführen und immer wieder neue Blickwinkel auf die Annakirche und ihren Turm eröffnen. Während der Annakirmes im Spätsommer, einem der größten Volksfeste Nordrhein-Westfalens, bildet der Turm zudem einen markanten Hintergrund für das bunte Festgeschehen rund um den Annaplatz und die angrenzenden Straßen der Innenstadt. Auch das Stadtmuseum Düren und der historische Stadtkern mit seiner Fußgängerzone lassen sich von hier aus in wenigen Minuten erreichen, sodass sich ein Spaziergang zum Turm der Annakirche problemlos mit weiteren Stationen eines Innenstadtrundgangs verbinden lässt, etwa einem Bummel durch die Geschäfte oder einer Pause in einem der zahlreichen Cafés rund um den Annaplatz.

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