Wochenmarkt auf dem Apostelnkloster
Zwischen den historischen Säulen der romanischen Kirche St. Aposteln und den backsteinroten Fassaden der Kölner Innenstadt liegt der Apostelnkloster-Platz, auf dem seit Jahrzehnten zweimal wöchentlich einer der traditionsreichsten Wochenmärkte Kölns stattfindet: der Wochenmarkt auf dem Apostelnkloster. Dienstags und freitags verwandelt sich der ruhige Platz im Stadtteil Altstadt-Nord in ein buntes Freiluftgeschäft, auf dem Marktbeschickerinnen und Marktbeschicker aus dem Rheinland und dem Umland frisches Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Käse, Backwaren und Blumen anbieten. Für Anwohnerinnen und Anwohner der Innenstadt sowie für Berufstätige, die in den umliegenden Büros arbeiten, ist der Wochenmarkt auf dem Apostelnkloster ein fester Programmpunkt auf dem Weg zur Arbeit oder in der Mittagspause. Dieser Beitrag erklärt, wie der Wochenmarkt auf dem Apostelnkloster entstanden ist, was ihn von anderen Kölner Märkten unterscheidet und wie man ihn am besten in einen Spaziergang durch die Kölner Altstadt einbaut. Gerade weil er touristisch kaum beworben wird, gilt der Wochenmarkt auf dem Apostelnkloster unter kölschen Feinschmeckern als echter Geheimtipp für alle, die abseits der Touristenpfade einkaufen möchten.
Geschichte des Wochenmarkts auf dem Apostelnkloster
Der Platz Apostelnkloster verdankt seinen Namen dem angrenzenden ehemaligen Kloster der Stiftskirche St. Aposteln, einer der zwölf großen romanischen Kirchen Kölns, deren Grundsteine bis in die Zeit um das Jahr 1000 zurückreichen. Schon im Mittelalter war die Umgebung der Kölner Stiftskirchen oft Handelsplatz für Händlerinnen und Händler, die ihre Waren vor den Toren der Klöster anboten, und dieser Tradition folgend etablierte die Stadt Köln auch auf dem heutigen Apostelnkloster-Platz einen regulären Wochenmarkt. In seiner heutigen Form, mit festen Standplätzen und einer Organisation durch das städtische Marktamt, besteht der Wochenmarkt auf dem Apostelnkloster seit vielen Jahrzehnten als einer von gut zwei Dutzend Wochenmärkten, die die Stadt Köln in den verschiedenen Veedeln betreibt. Anders als die großen Touristenmärkte rund um Weihnachten blieb der Wochenmarkt auf dem Apostelnkloster stets ein Nachbarschaftsmarkt, der sich in erster Linie an die Menschen richtet, die in der Kölner Innenstadt leben und arbeiten. Über die Jahre hat sich das Angebot an die veränderten Einkaufsgewohnheiten angepasst: Neben den klassischen Obst- und Gemüseständen haben sich inzwischen auch Stände mit Bio-Produkten, mediterranen Spezialitäten und Streetfood auf dem Platz etabliert, ohne dass der ursprüngliche Charakter eines echten Marktes für den täglichen Bedarf verloren gegangen wäre.
Highlights des Wochenmarkts auf dem Apostelnkloster
Was den Wochenmarkt auf dem Apostelnkloster besonders macht, ist die Kombination aus kompakter Größe und hoher Qualität der Stände. Weil der Platz vor der Kirche St. Aposteln vergleichsweise klein ist, konzentrieren sich hier bewusst ausgewählte Marktbeschickerinnen und -beschicker, die zum Teil seit Generationen auf Kölner Wochenmärkten vertreten sind. Zu den festen Angeboten zählen saisonales Obst und Gemüse aus der Köln-Bonner Bucht und der Vorgebirgsregion, frischer Fisch von der Nordsee, Geflügel und Wurstwaren aus handwerklicher Herstellung sowie Käsestände mit einer großen Auswahl an deutschen und französischen Sorten. Besonders beliebt bei der Mittagspausen-Kundschaft aus den umliegenden Büros sind die Stände mit fertig zubereiteten Speisen, von gebratenem Fisch über belegte Brötchen bis zu warmen Suppen im Winter. Die unmittelbare Nähe zur romanischen Kirche St. Aposteln verleiht dem Markt zudem eine besondere Kulisse: Der helle Sandstein der Kirchtürme bildet einen reizvollen Kontrast zu den farbenfrohen Markisen und Auslagen der Stände. Wer früh am Morgen kommt, kann beobachten, wie die Standbetreiberinnen und -betreiber ihre Waren aufbauen, während die Glocken von St. Aposteln die Stunden schlagen - ein Moment urbaner Normalität mitten im touristisch geprägten Zentrum Kölns. Stammkundinnen und Stammkunden schätzen außerdem den direkten Austausch mit den Erzeugern, der auf größeren Supermärkten kaum mehr möglich ist. Für Besucherinnen und Besucher, die einen authentischen Einblick in den Alltag der Kölner Innenstadt suchen, ist der Wochenmarkt auf dem Apostelnkloster daher eine lohnende Ergänzung zu den bekannten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Öffnungszeiten, Eintritt & Anreise zum Wochenmarkt auf dem Apostelnkloster
Der Wochenmarkt auf dem Apostelnkloster findet nach Angaben der Stadt Köln regulär an zwei Tagen pro Woche statt: dienstags von etwa 7 bis 13 Uhr und freitags von etwa 7 bis 14 Uhr. Wie bei den meisten Kölner Wochenmärkten ist der Besuch kostenlos, ein Eintritt wird nicht erhoben; bezahlt wird lediglich für die eingekaufte Ware direkt an den Ständen, viele davon akzeptieren inzwischen auch Kartenzahlung. Wer früh kommt, profitiert von der größten Auswahl, während sich kurz vor Marktende häufig Restposten zu reduzierten Preisen finden lassen. Der Markt liegt zentral in der Kölner Altstadt-Nord und ist daher sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen: Mehrere Kölner Stadtbahnlinien, darunter die Linien 1, 3, 4, 7, 9 und 16, halten an nahegelegenen Haltestellen wie Neumarkt oder Appellhofplatz, von wo aus der Apostelnkloster-Platz in wenigen Gehminuten erreichbar ist. Auch mit dem Fahrrad ist der Markt über die Ringe und die Innenstadtstraßen bequem zu erreichen, feste Fahrradständer finden sich in der näheren Umgebung. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten eines der Parkhäuser rund um den Neumarkt oder die Cäcilienstraße nutzen, da der Platz selbst während der Marktzeiten für den Durchgangsverkehr gesperrt ist.
Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Wochenmarkts auf dem Apostelnkloster
Direkt am Marktplatz erhebt sich die romanische Kirche St. Aposteln, eine der zwölf großen romanischen Kirchen Kölns und architektonisch bekannt für ihren markanten Kleeblattchor im Osten des Gebäudes - ein Abstecher ins Innere lohnt sich nach dem Markteinkauf fast immer. Nur wenige Gehminuten entfernt liegt der Neumarkt, einer der größten Plätze der Kölner Innenstadt mit zahlreichen Geschäften, Cafés und einer eigenen Stadtbahnhaltestelle. Von dort führt die bekannte Einkaufsstraße Schildergasse direkt zum Kölner Dom und zur Hohe Straße, sodass sich ein Marktbesuch hervorragend mit einem Bummel durch die Innenstadt verbinden lässt. Richtung Westen erreicht man in kurzer Zeit den Rudolfplatz mit der Hahnentorburg, einem der letzten erhaltenen Stadttore der mittelalterlichen Kölner Stadtmauer, und den Beginn der Kölner Ringe. Auch das lebendige Agnesviertel mit seinen Cafés, Second-Hand-Läden und dem Agneskirchplatz liegt in fußläufiger Entfernung und bietet sich für eine Fortsetzung des Stadtbummels an. Kulturell Interessierte können zudem das nahegelegene Käthe Kollwitz Museum oder die Minoritenkirche besuchen, beide nur wenige Minuten vom Apostelnkloster-Platz entfernt. Auch der Hohenzollernring mit seinen Bars und Kinos ist von hier aus in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Wer noch mehr Zeit hat, kann von hier aus auch einen Abstecher zur Kirche Groß St. Martin in der Kölner Altstadt unternehmen, die nur rund fünfzehn Gehminuten entfernt liegt und einen weiteren Eindruck von der romanischen Baukunst der Stadt vermittelt.
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