Olympiapark & Olympiaturm
- Geschichte des Olympiapark
- Olympiastadion, Olympiaturm & Olympiasee
- Tipps für den Besuch & Anreise
- Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Olympiapark
- Olympiapark heute: Sport, Konzerte und Freizeit
- Landschaftsarchitektur neben dem Zeltdach
- SEA LIFE und weitere Freizeitangebote
- Waldi: Das erste offizielle Olympiamaskottchen
Der Olympiapark war Schauplatz der Olympischen Sommerspiele 1972 und zählt mit seiner wegweisenden Zeltdach-Architektur bis heute zu den architektonisch bedeutendsten Sportanlagen der Welt. Mit Olympiastadion, Olympiahalle, Olympiaturm und dem künstlich angelegten Olympiasee ist der Park zugleich eines der beliebtesten Naherholungsgebiete Münchens.
Geschichte des Olympiapark
Errichtet wurde der Park für die Olympischen Sommerspiele 1972, die bewusst als Gegenentwurf zu den von der NS-Propaganda überschatteten Spielen von 1936 in Berlin inszeniert wurden - als "heitere Spiele" mit offener, transparenter Architektur. Die charakteristischen, weit auskragenden Zeltdächer entwarfen der Architekt Günther Behnisch gemeinsam mit dem Ingenieur Frei Otto; ihre leichte, zeltartige Konstruktion aus Stahlseilen und Acrylglas gilt bis heute als Meilenstein des modernen Ingenieurbaus. Überschattet wurden die Spiele durch das Olympia-Attentat vom 5. September 1972, bei dem Mitglieder der israelischen Olympiamannschaft von einer palästinensischen Terrorgruppe als Geiseln genommen wurden und ums Leben kamen; eine Gedenkstätte im Park erinnert bis heute an die Opfer. Der künstlich geschaffene Olympiaberg besteht größtenteils aus Trümmerschutt des Zweiten Weltkriegs, der nach Kriegsende hier aufgeschüttet und begrünt wurde.
Olympiastadion, Olympiaturm & Olympiasee
Das Olympiastadion diente nach den Spielen jahrzehntelang als Heimstätte des FC Bayern München und des TSV 1860 München, bevor beide Vereine in die neu gebaute Allianz Arena umzogen. Der 1968 - noch vor den Spielen - fertiggestellte, 291 Meter hohe Olympiaturm bietet von seiner Aussichtsplattform einen weiten Blick über München bis zu den Alpen. Rund um den Olympiasee lädt die weitläufige Parkanlage zu Spaziergängen, Radtouren und Picknicks ein; im Sommer finden auf dem Gelände zudem regelmäßig große Open-Air-Konzerte statt.
Tipps für den Besuch & Anreise
Der Olympiapark ist über die U-Bahn-Station Olympiazentrum direkt erreichbar. Für den Aufstieg auf den Olympiaturm sowie für Führungen durch das Stadiongelände sollten aktuelle Öffnungszeiten und Preise vorab online geprüft werden, da sich das Angebot je nach Saison und Veranstaltungen ändert.
Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Olympiapark
Direkt angrenzend liegen BMW Welt und BMW Museum mit ihrer markanten Architektur. Auch der Olympia-Einkaufszentrum ist von hier aus in wenigen Minuten erreichbar.
Olympiapark heute: Sport, Konzerte und Freizeit
Auch Jahrzehnte nach den Olympischen Spielen ist der Olympiapark ein lebendiger Veranstaltungsort geblieben. 2022 war das Gelände zentraler Austragungsort der European Championships, einem multisportlichen Großereignis mit mehreren Europameisterschaften gleichzeitig, das bewusst an die Tradition der Spiele von 1972 anknüpfte. Die Olympia-Schwimmhalle steht bis heute der Öffentlichkeit für den Schwimmbetrieb offen, während das Stadiondach regelmäßig für geführte Kletter- und Seilrutschen-Touren genutzt wird. Zusätzlich finden im Sommer auf der großen Olympia-Seebühne und im Stadion selbst Konzerte internationaler Künstler statt, die den Park zu einem der wichtigsten Veranstaltungsorte Süddeutschlands machen.
Landschaftsarchitektur neben dem Zeltdach
Während die Zeltdachkonstruktion von Günther Behnisch und Frei Otto international die meiste Aufmerksamkeit erhielt, stammt die ebenso prägende Landschaftsgestaltung des Parks von Günter Grzimek. Er entwarf die sanft geschwungenen Hügel, Wege und Wasserflächen rund um die Sportstätten so, dass sich Natur und Architektur zu einer Einheit verbinden - ein damals neuartiger Ansatz, Sportanlagen nicht isoliert, sondern als durchgehende Parklandschaft zu gestalten. Dieses Zusammenspiel aus Ingenieurskunst und Landschaftsplanung gilt bis heute als wegweisend für die Gestaltung moderner Großveranstaltungsorte.
SEA LIFE und weitere Freizeitangebote
Am Rande des Olympiaparks hat sich mit einem SEA LIFE Aquarium ein weiteres familienfreundliches Freizeitangebot angesiedelt, das Unterwasserwelten aus aller Welt zeigt und sich gut mit einem Spaziergang durch den Park verbinden lässt. In unmittelbarer Nähe liegt zudem das ehemalige Olympische Dorf, in dem während der Spiele 1972 die Athletinnen und Athleten untergebracht waren und das heute größtenteils als Studentenwohnanlage genutzt wird - ein bis heute sichtbares, gelebtes Erbe der Olympischen Spiele abseits der reinen Sportstätten.
Waldi: Das erste offizielle Olympiamaskottchen
Die Spiele von 1972 brachten mit "Waldi", einem stilisierten bunten Dackel, das allererste offizielle Maskottchen in der Geschichte Olympischer Spiele hervor - eine Münchner Idee, die seither bei nahezu jeder Olympiade zur festen Tradition geworden ist. Die Wahl eines Dackels, einer in Bayern besonders beliebten Hunderasse, sollte Humor und regionale Verbundenheit ausdrücken und steht sinnbildlich für den bewusst unprätentiösen, bürgernahen Charakter der Münchner Spiele. Bis heute gilt Waldi als beliebtes Sammlerstück unter Olympia-Fans.
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