Museum

Deutsches Sport & Olympia Museum

Deutsches Sport & Olympia Museum
Im Zollhafen 1, 50678 Köln Webseite Tickets
Inhalt

Direkt am Rhein im Kölner Rheinauhafen, in einer denkmalgeschützten Zoll- und Lagerhalle aus dem Jahr 1896, erzählt das Deutsche Sport & Olympia Museum auf rund 2.700 Quadratmetern die Geschichte des Sports von der griechischen Antike bis in die Gegenwart. Als „kulturelles Gemeinschaftswerk des deutschen Sports" 1999 eröffnet und vom Deutschen Olympischen Sportbund unterstützt, zeigt das Haus etwa 2.000 ausgewählte Objekte aus einer Sammlung von rund 100.000 Stücken – von Olympiafackeln und Weltmeistertrikots bis zu Medaillen und persönlichen Nachlässen bekannter Sportler*innen. Zahlreiche Aktivstationen wie eine Original-Torwand aus dem ZDF-Sportstudio, ein Fahrrad im Windkanal oder ein Boxring machen den Besuch zu einem interaktiven Erlebnis, und auf dem Dach des Hauses laden zwei der höchsten und schönsten Spielflächen Kölns zur sportlichen Betätigung ein. Damit ist das Deutsche Sport & Olympia Museum sowohl Museum als auch Erlebnisort für Familien, Schulklassen und Sportfans jeden Alters.

Geschichte des Deutschen Sport & Olympia Museums

Die Idee eines nationalen Sportmuseums entstand im Kontext der Olympischen Spiele von 1972 in München, als der Wunsch nach einem dauerhaften, zeitgemäßen Ort für die Vermittlung von Sportgeschichte und Sportwerten aufkam. Ein entscheidender Schritt gelang im Dezember 1982 mit der Gründung des gemeinnützigen „Vereins Deutsches Sportmuseum", dessen zentrale Aufgaben der Aufbau einer umfassenden sporthistorischen Sammlung sowie die Einwerbung von Mitteln für die Realisierung eines Museumsbaus waren. Mit Unterstützung der Stadt Köln, des Landes Nordrhein-Westfalen sowie des Bundes konnte schließlich eine denkmalgeschützte Zoll- und Lagerhalle aus dem Jahr 1896 im Kölner Rheinauhafen erworben und für die Nutzung als Museum umfänglich umgebaut werden. Am 25. November 1999 wurde das Deutsche Sport & Olympia Museum feierlich eröffnet, als „kulturelles Gemeinschaftswerk des deutschen Sports" und mit Unterstützung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), der dem Haus bis heute eng verbunden ist. Seit der Vereinsgründung 1982 wuchs die Sammlung kontinuierlich: Heute umfasst sie rund 100.000 Objekte, die die gesamte Bandbreite der Sportgeschichte widerspiegeln – von umfangreichen Sammlungen und persönlichen Nachlässen einzelner Athlet*innen über national und international bedeutsame Einzelstücke bis zu Memorabilien und Autogrammen. Da in der Dauerausstellung stets nur ein kleiner Teil, etwa zwei Prozent des Bestands, gezeigt werden kann, fungiert das Museum zugleich als wichtiger Leihgeber für andere Häuser, Sonderausstellungen sowie Film- und Fernsehproduktionen. Die Sammlung wächst bis heute weiter, da auch aktuelle Olympische Spiele, Welt- und Europameisterschaften laufend neue Objekte und Erinnerungsstücke beisteuern.

Highlights im Deutschen Sport & Olympia Museum

Schon die Lage des Deutschen Sport & Olympia Museums in der historischen Zollhalle von 1896 mit Blick auf den Rhein ist ein Highlight für sich, doch auch im Inneren erwartet Besucher eine dichte, erlebnisreiche Zeitreise durch die Sportgeschichte. Zu den bekanntesten Sammlungsstücken zählen eine Olympische Fackel von den Spielen 2020 in Tokio, ein Länderspielwimpel aus dem sportlichen Nachlass des früheren Nationaltorhüters Harald Schumacher, das Torwarttrikot von Friedrich Koncilia von der Fußball-Weltmeisterschaft 1982 in Spanien sowie ein Werbeheft des Sportartikelherstellers PUMA zur Fußball-Weltmeisterschaft 1954. Auch Objekte aus der deutschen Sportgeschichte vor der Wiedervereinigung wie ein Fußball zur DDR-Meisterschaft 1968 des FC Carl Zeiss Jena oder ein Aufkleber des Deutschen Schwimmsport-Verbands der DDR gehören zu den Beständen. Daneben erinnern ein Fußballtrikot von Carolin Simon aus dem DFB-Pokalfinale 2026 mit dem FC Bayern München und der offizielle Spielball FUSSBALLLIEBE PRO der UEFA Euro 2024 daran, dass die Sammlung bis in die unmittelbare Gegenwart fortgeschrieben wird. Besonders beliebt bei Familien sind die zahlreichen Aktivstationen der Ausstellung: An der Original-Torwand aus dem ZDF-Sportstudio kann man sein Torschusstraining testen, ein Fahrrad im Windkanal vermittelt einen Eindruck von aerodynamischer Sportausrüstung, und im Boxring lässt sich der Kampfsport hautnah erleben. Wer nach dem Rundgang durch die klimatisierten Ausstellungsräume noch Bewegung sucht, gelangt direkt durch die Dauerausstellung auf das Dach des Hauses, wo zwei der höchsten und schönsten Spielflächen Kölns sowie ein grandioser Blick über den Rheinauhafen auf die Besucher warten – der Zugang ist im Eintrittspreis bereits enthalten.

Öffnungszeiten, Eintritt & Anreise zum Deutschen Sport & Olympia Museum

Nach den aktuellen Angaben der offiziellen Museumswebsite ist das Deutsche Sport & Olympia Museum dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet; während der nordrhein-westfälischen Schulferien öffnet das Haus täglich, also auch montags. Geschlossen ist das Museum an Heiligabend und dem ersten Weihnachtsfeiertag, an Silvester und Neujahr sowie an den Karnevalstagen; da es sich nicht um ein städtisches Museum handelt, gilt der kostenfreie KölnTag für Kölner Bürger*innen hier nicht. Der Eintritt kostet für Erwachsene 10,50 Euro, für Schüler*innen, Auszubildende und Studierende 7,50 Euro und für Senior*innen sowie Menschen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 jeweils 9,50 Euro; Begleitpersonen, Kinder unter sechs Jahren sowie Mitglieder des Deutschen Museumsbunds oder von ICOM erhalten freien Eintritt. Für Familien gibt es ein Familienticket zu 9,50 Euro pro Erwachsenem und 6,50 Euro pro Kind, Gruppen ab zwölf Personen zahlen 9,50 Euro pro Person, und vor Ort gelten mit KölnCard 8,40 Euro beziehungsweise mit Köln-Pass 7,50 Euro. Tickets können online über den Museumsshop vorab erworben werden, zudem gibt es Kombitickets mit dem benachbarten Schokoladenmuseum, mit dem Kölner Riesenrad oder mit Rheinschifffahrten. Das Museum liegt Im Zollhafen 1, 50678 Köln, und ist mit der KVB-Buslinie 133 (Haltestelle Schokoladenmuseum), den Buslinien 106, 132 und 260 sowie den Stadtbahnlinien 1, 3, 4, 5, 7, 9 und 17 (jeweils Heumarkt oder Severinstraße) erreichbar; vom Dom beziehungsweise Hauptbahnhof aus ist es zu Fuß am Rhein entlang in etwa 20 Minuten erreichbar. Autofahrer nutzen die Tiefgarage Rheinauhafen (Einfahrtshöhe 1,90 Meter), von der aus das Museum über die „rote Zone" barrierefrei zugänglich ist.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Deutschen Sport & Olympia Museums

Der Standort im Rheinauhafen macht das Deutsche Sport & Olympia Museum zum perfekten Ausgangspunkt für einen Museumstag entlang des Rheins. Nur wenige Gehminuten entfernt liegt das Schokoladenmuseum, mit dem gemeinsame Kombitickets angeboten werden, sowie das Deutsche Zentrum für Duftkultur, das Duftmuseum. Direkt am Wasser lädt die Rheinauhafen-Promenade mit ihren markanten Kranhäusern zu einem Spaziergang ein, bevor man über die historische Südstadt und den Chlodwigplatz in Richtung Altstadt weiterzieht. Zu Fuß entlang des Rheins erreicht man in etwa 20 Minuten den Kölner Dom und die Altstadt mit dem Römisch-Germanischen Museum, dem Museum Ludwig und dem Wallraf-Richartz-Museum. Auch eine Fahrt mit dem Kölner Riesenrad oder eine Rheinschifffahrt, für die das Museum eigene Kombitickets anbietet, lässt sich hervorragend mit einem Besuch verbinden und bietet einen weiteren schönen Blick auf die Skyline der Stadt am Rhein.

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