Elbphilharmonie Plaza
Wer Hamburg aus der Vogelperspektive erleben möchte, ohne dafür ein Konzertticket zu benötigen, landet fast unweigerlich auf der Elbphilharmonie Plaza. Die umlaufende Aussichtsebene liegt auf 37 Metern Höhe und bildet die architektonische Nahtstelle zwischen dem wuchtigen, backsteinroten Kaispeicher A aus den 1960er-Jahren und der schimmernden Wellenfassade des eigentlichen Konzerthauses, das die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron darüber gesetzt haben. Von hier aus öffnet sich ein nahezu ungehinderter Panoramablick auf die Elbe, die Speicherstadt, den Hamburger Hafen mit seinen Kränen und Containerschiffen sowie auf die Silhouette der Hamburger Innenstadt mit ihren markanten Kirchturmspitzen. Erreicht wird die Plaza über die sogenannte "Tube", eine 82 Meter lange, geschwungene Rolltreppe, die mit rund 8.000 runden Glaselementen verkleidet ist und für die Fahrt nach oben etwa zweieinhalb Minuten benötigt. Die Elbphilharmonie Plaza ist damit weit mehr als nur ein Durchgang zu den Konzertsälen - sie ist für viele Besucher und Hamburger selbst das eigentliche Ziel eines Ausflugs in die HafenCity und gehört zu den meistfotografierten Aussichtspunkten der Stadt.
Geschichte der Elbphilharmonie Plaza
Die Geschichte der Plaza ist untrennbar mit der wechselhaften Baugeschichte der gesamten Elbphilharmonie verbunden. Der Sockel des Gebäudes, der Kaispeicher A, wurde ursprünglich 1875 als Lagerhaus errichtet und nach schweren Kriegsschäden 1963 von dem Hamburger Architekten Werner Kallmorgen originalgetreu als Kakaolagerhaus wiederaufgebaut. Als die Stadt Hamburg Anfang der 2000er-Jahre nach einem städtebaulichen Leuchtturmprojekt für die neu entstehende HafenCity suchte, fiel die Entscheidung auf einen spektakulären Entwurf von Herzog & de Meuron, die bereits mit der Tate Modern in London und dem Olympiastadion in Peking international bekannt geworden waren. Der erste Spatenstich für die Elbphilharmonie erfolgte 2007, doch das Projekt entwickelte sich schnell zu einem der bekanntesten Bauskandale Deutschlands: Statt der ursprünglich veranschlagten 77 Millionen Euro verschlangen Planung und Bau am Ende rund 866 Millionen Euro, und aus einer geplanten Bauzeit von wenigen Jahren wurden fast ein Jahrzehnt. Die Plaza selbst wurde bereits im November 2016, also noch vor der offiziellen Eröffnung des Konzerthauses im Januar 2017, für die Öffentlichkeit freigegeben, um der wachsenden Ungeduld der Hamburger etwas entgegenzusetzen. Der Ansturm war von Anfang an enorm: Bis zur offiziellen Eröffnung zählte man an manchen Tagen bis zu 16.000 Besucher auf der Plaza. Bereits im Februar 2017 wurde die Millionste Besucherin begrüßt, im Juni 2019 überschritt man die Marke von zehn Millionen Besuchern, und im Jahr 2025 feierte man den 25-millionsten Gast auf der Aussichtsebene. Der Boden der Plaza besteht aus rund 188.000 roten Klinkersteinen, die bewusst so gestaltet wurden, dass sie optisch an die Fassade des historischen Kaispeichers anschließen und so die bauliche Kontinuität zwischen Alt und Neu sichtbar machen. Mit ihren inzwischen weit mehr als 25 Millionen Besuchern zählt die Plaza zu den erfolgreichsten Aussichtsplattformen Deutschlands und hat sich, trotz der enormen Kostenexplosion beim Bau, zu einem Symbol für das moderne, selbstbewusste Hamburg entwickelt.
Highlights der Elbphilharmonie Plaza
Das größte Highlight der Elbphilharmonie Plaza ist zweifellos der Rundumblick, der sich in alle vier Himmelsrichtungen bietet. Richtung Süden fällt der Blick auf die Elbe mit ihren vorbeifahrenden Frachtschiffen, Fähren und Kreuzfahrtschiffen, Richtung Westen auf die Werftanlagen und den Hamburger Hafen, der nach wie vor einer der größten Seehäfen Europas ist. Nach Norden und Osten öffnet sich der Blick auf die HafenCity mit ihrer modernen Architektur und weiter auf die historische Speicherstadt mit ihren roten Backsteinspeichern, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, sowie auf die Türme der Hamburger Innenstadt, darunter der markante Turm der Hauptkirche St. Michaelis. Architektonisch beeindruckt die Plaza vor allem durch ihre gläserne, leicht geneigte Fassadenkonstruktion aus tausenden individuell geformten Glaselementen, die das Licht je nach Tageszeit und Wetter unterschiedlich reflektieren und der Elbphilharmonie ihr charakteristisches, schimmerndes Erscheinungsbild verleihen. Die namensgebende "Tube", jene 82 Meter lange gebogene Rolltreppe, zählt selbst zu den fotogensten Orten des Gebäudes: Ihre runden, leuchtenden Glaselemente erzeugen einen fast hypnotischen visuellen Effekt und bereiten die Besucher während der rund zweieinhalbminütigen Fahrt bereits auf den Ausblick vor, der sie oben erwartet. Auf der Plaza selbst laden mehrere Gastronomiebetriebe, darunter ein Café und ein Store mit Souvenirs und Design-Produkten, zum Verweilen ein. Besonders reizvoll ist ein Besuch in den Abendstunden kurz vor Sonnenuntergang, wenn sich der Himmel über der Elbe rot und orange färbt und die Lichter der Stadt und des Hafens langsam angehen - ein Moment, der die Plaza zu einem der romantischsten Aussichtspunkte Hamburgs macht. Wer zusätzlich ein Konzertticket für die Elbphilharmonie besitzt, kann die Plaza bereits zwei Stunden vor Konzertbeginn betreten und den Ausblick mit einem Glas Sekt oder Wein aus einer der Bars genießen, bevor es weiter in den großen oder den kleinen Saal geht. Auch für Fotografen und Architekturliebhaber ist die Plaza ein Pflichtbesuch, da sich hier die geschwungenen, wellenförmigen Linien des Gebäudes aus unmittelbarer Nähe erleben lassen.
Öffnungszeiten, Eintritt & Anreise zur Elbphilharmonie Plaza
Die Elbphilharmonie Plaza ist täglich von 10:00 bis 24:00 Uhr geöffnet, wobei der letzte Einlass um 23:30 Uhr erfolgt. Eine Ausnahme bildet der 24. Dezember, an dem die Plaza ganztägig geschlossen bleibt, während am 31. Dezember verkürzte Öffnungszeiten von 10:00 bis 18:00 Uhr gelten. Seit dem 5. Oktober 2026 ist der Besuch der Plaza nicht mehr kostenfrei: Es wird ein Eintrittspreis von 5 Euro pro Person erhoben, ermäßigt 3 Euro, während Kinder bis zum vollendeten dritten Lebensjahr weiterhin freien Eintritt haben. Wer ein Ticket für ein Konzert im Großen Saal oder im Kleinen Saal der Elbphilharmonie besitzt, erhält automatisch Zugang zur Plaza ab zwei Stunden vor Veranstaltungsbeginn, ohne ein separates Ticket lösen zu müssen. Aufgrund des großen Besucherandrangs empfiehlt es sich dringend, das Zeitfenster-Ticket vorab online über die offizielle Website der Elbphilharmonie zu reservieren, da auf diese Weise Wartezeiten am Einlass vermieden werden; alternativ ist der Ticketkauf auch direkt vor Ort an der Kasse möglich, allerdings ohne Garantie auf ein bestimmtes Zeitfenster. Die Anreise zur Elbphilharmonie, die an der Adresse Platz der Deutschen Einheit 1 in 20457 Hamburg liegt, gelingt am bequemsten mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Die nächstgelegene U-Bahn-Haltestelle ist "Überseequartier" (Linie U4), von der aus man die Plaza in wenigen Gehminuten erreicht, ebenso gut erreichbar ist die Haltestelle "HafenCity Universität". Auch mehrere Buslinien verkehren bis in die unmittelbare Nähe. Parkmöglichkeiten gibt es in umliegenden Parkhäusern der HafenCity, ein eigener Besucherparkplatz direkt am Gebäude steht jedoch nicht zur Verfügung, weshalb die Anreise mit Bus und Bahn generell vorzuziehen ist. Wer zu Fuß von den Landungsbrücken oder der Speicherstadt kommt, kann die rund fünfzehnminütige Strecke entlang der Elbpromenade als angenehmen Spaziergang mit eigenem Blick auf das Gebäude nutzen.
Sehenswürdigkeiten in der Nähe der Elbphilharmonie Plaza
Die Lage der Elbphilharmonie Plaza direkt an der Spitze der HafenCity macht sie zum idealen Ausgangspunkt für die Erkundung mehrerer weiterer Hamburger Highlights, die allesamt bequem zu Fuß erreichbar sind. Nur wenige Gehminuten entfernt liegt die historische Speicherstadt mit ihren backsteinroten Lagerhäusern aus dem 19. Jahrhundert, die seit 2015 gemeinsam mit dem Kontorhausviertel zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt und zahlreiche Museen, darunter das Miniatur Wunderland und das Internationale Maritime Museum Hamburg, beherbergt. In unmittelbarer Nachbarschaft der Plaza, ebenfalls in der HafenCity, laden zudem moderne Plätze, Parks und Kanäle zu einem entspannten Spaziergang entlang des Wassers ein. Über die Elbpromenade erreicht man in rund zwanzig Minuten zu Fuß die St. Pauli Landungsbrücken, von denen aus Hafenrundfahrten starten und von wo aus der Blick zurück auf die Elbphilharmonie besonders eindrucksvoll ist. Von den Landungsbrücken aus liegt auch der historische Alte Elbtunnel aus dem Jahr 1911 nur einen kurzen Spaziergang entfernt, der Fußgängern und Radfahrern einen ungewöhnlichen unterirdischen Übergang zum anderen Elbufer bietet. Wer die Innenstadt Hamburgs erkunden möchte, findet in gut fünfzehn bis zwanzig Gehminuten Entfernung den Rathausmarkt mit dem Hamburger Rathaus sowie die markante Hauptkirche St. Michaelis, deren Turm einen weiteren, ebenso beliebten Aussichtspunkt über der Stadt bildet. All diese Ziele lassen sich bei einem ausgedehnten Tagesausflug gut miteinander kombinieren, wobei sich die Elbphilharmonie Plaza aufgrund ihrer zentralen Lage und ihres beeindruckenden Panoramas als idealer Start- oder Endpunkt der Route anbietet.
Wo übernachten in Hamburg, Deutschland
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